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Anglerbund Chiemsee e.V.

Anglerbund Chiemsee -> Bilder/Media -> Bericht: Lofer im September

Kurzbericht - Septemberwochenende an der Lofer

Obwohl die Lofer nun bereits mehrere Jahre vom Anglerbund Chiemsee bewirtschaftet wird hört man im Verein nur sehr wenig darüber. An diesem Septemberwochenende habe ich beschlossen selbst mit der Fliegenrute loszuziehen, um mir ein Bild vom Gewässer machen zu können. Wie auch in der Gewässervorstellung zu lesen ist, ist die Lofer ein ursprünglich erhalten gebliebener Gebirgsbach und verkörpert wie kaum ein anderes Gewässer die Forellenregion. Obwohl die Forellenregion als sehr nährstoffarm bekannt ist und aufgrund der Tatsache, dass die Ufer der Lofer oft länger als ein halbes Jahr schneebedeckt sind befindet sich erstaunlich viel Leben in jedem Meter des Gewässers.

LoferAm Samstag befischte ich den oberen Gewässerbereich beginnend vom Parkplatz Nattersberg-Alm etwa 2,5 Kilometer abwärts. Zu Beginn stolperte ich mehr in der Gegend umher...Trotzdem hatte nach wenigen Minuten eine kleine Bachforelle meine abwärts gedriftete Nymphe genommen. Währenddessen konnte ich beobachten, wie eine große Bachforelle die kleine gehakte verfolgte. Ab sofort war ich voll konzentriert und ging vorsichtig weiter flußabwärts. Große Steine und Felsbrocken erfordern konzentriertes Gehen.

LoferNach wenigen hundert Metern wird das Flussbett weitläufig und breite Kiesbänke säumen das Bild. Zugegebenermaßen führt die Lofer augenscheinlich recht wenig Wasser. Dies liegt aber auch daran, dass die Lofer ihr Wasser über die breiten Flächen verteilt. Dies ist mir allemal lieber als ein "kanalartig" ausgebautes Gewässer. Die Bachforellen scheinen der gleichen Meinung zu sein. Diese fühlen sich hier "Pudelwohl". Immer wieder sah ich größere Exemplare zwischen Steinen umherhuschen, um dann in einen Spalt zu verschwinden.

Lofer

Flussauwärts in Richtung Auto bekam ich noch eine sehr schöne Bachforelle an den Haken. Dies war somit ein äußerst gelungener Tag trotz der für diese Jahreszeit übermäßig warmen Höchsttemperatur von 27°C.




Lofer
Am Sonntag war das Wetter wiederum tadellos. Ab mittags etwas zu heiß. Früh morgens startete ich von Höhe Groissenbach abwärts bis zum Krautloidersteg. Auch in diesem Bereich war ich überrascht von der Ursprünglichkeit der Lofer. Auch hier wurde der Lofer immer Platz gelassen. Unter Felsbrocken und unter Totholz finden Fische ihren nötigen Einstand.



Lofer
Auch an diesem Tag konnte ich viele Bachforellen sehen und fangen. Wer jetzt als Angler nur große Forellen der 45+ Kategorie erwartet ist natürlich an der falschen Adresse. Die Lofer ist ein gesundes Bachforellenwasser und beherbergt einen sich selbst reproduzierenden Bachforellenstamm. Sogar kleinere Regenbogenforellen konnte ich fangen.



Noch ein Tipp zur Befischung: Als erfolgreich hat sich die Methode flussauf erwiesen. Ein langes Vorfach in Verbindung mit einer unbeschwerten Nymphe oder einer Trockenfliege bilden eine ideale Kombination. In den ruhigen Gewässerbereichen sollte man zwei oder drei Leerwürfe werfen, um das restliche Wasser vom Vorfach zu bekommen. Kommt ein Vorfach oder eine beschwerte Nymphe mit viel "Radau" auf die ruhige Wasseroberläche sieht man die Forellen im Pulk davonhuschen.

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